Effektives Lern-Management: Wie Sie Scrap Learning in Ihrem Unternehmen vermeiden

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Talentmanagement

24 September 2023

Lern-Management: Schlüssel zur Kompetenzentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit In einer sich ständig wandelnden Geschäftswelt sind fortschrittliches Lern-Management und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Fachkräften entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Mit einem wachsenden Fokus auf die Investition in das eigene Personal zeigt sich deutlich, dass der finanzielle Erfolg eng mit dem Fachwissen der Mitarbeiter verknüpft ist. Dabei erweist sich die gezielte Weiterbildung durch Seminare und LMS Lernplattformen oft als effektiver und ressourcenschonender als die Einstellung neuer Kräfte. Doch welche Methoden garantieren, dass die Weiterbildung auch tatsächlich den größtmöglichen Nutzen entfaltet?

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Was ist Scrap Learning und wie betrifft es Ihr Unternehmen?

Scrap Learning – ein Begriff, der das Phänomen beschreibt, bei dem Lerninhalte von Seminaren und über LMS Lernplattformen erworben, jedoch im beruflichen Alltag nicht umgesetzt und somit vergessen werden. Durch dieses “verpuffte Lernen” verlieren Unternehmen potenziell wertvolle Ressourcen, da bis zu 90 Prozent des Gelernten nicht effektiv genutzt werden. Es ist daher von zentraler Bedeutung, Lern-Management-Strategien zu entwickeln, die Scrap Learning minimieren und sicherstellen, dass das Investment in Weiterbildung auch tatsächlich zu einer Verbesserung der beruflichen Praxis führt.

Die Rolle der Lernmethoden und -plattformen

Learning Manager wissen, dass interaktive Webinar-Plattformen und LMS (Learning Management System) Lernplattformen den Effekt des Scrap Learnings deutlich reduzieren können. Die Auswahl der passenden Weiterbildungsmethode sollte dabei individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt sein. Eine hohe Jobnähe und die praktische Anwendung der Inhalte sind ausschlaggebend für den Lernerfolg.

Die Kosten von Scrap Learning

Die finanziellen Auswirkungen von Scrap Learning sind nicht zu unterschätzen. Durchschnittlich werden 45 Prozent des Weiterbildungsbudgets in Lerninhalte investiert, die nicht effektiv genutzt werden. Dies führt zu einem direkten Gewinnverlust und bindet Ressourcen, die anderweitig sinnvoller eingesetzt werden könnten. Es ist daher entscheidend, Maßnahmen zu ergreifen, um den Anteil des Scrap Learnings zu minimieren.

Strategien zur Vermeidung von Scrap Learning

Um Scrap Learning zu vermeiden, sollten Unternehmen traditionelle Frontalseminare hinterfragen und den Fokus auf interaktive Lernmethoden legen:

Die Implementierung interaktiver Webinar-Plattformen

Interaktive Webinar-Plattformen haben die Art und Weise, wie Unternehmen Schulungen durchführen, revolutioniert. Sie bieten eine dynamische Alternative zu traditionellen Seminaren, indem sie die Vorteile der digitalen Technologie nutzen, um ein ansprechenderes und effektives Lernumfeld zu schaffen. Diese Plattformen ermöglichen es den Teilnehmern, aktiv am Lernprozess teilzunehmen, was entscheidend ist, um das Engagement zu erhöhen und das Risiko von Scrap Learning zu minimieren.

Die Interaktivität, die durch diese Plattformen ermöglicht wird, ist vielfältig: Live-Diskussionen, Umfragen, Gruppenarbeiten und sofortiges Feedback sind nur einige Beispiele, die dazu beitragen, dass die Teilnehmer das Gelernte besser verarbeiten und speichern können. Die Möglichkeit, Fragen in Echtzeit zu stellen und zu beantworten, erlaubt es den Teilnehmern, Unklarheiten sofort zu klären und trägt zu einem tieferen Verständnis des Stoffes bei.

Darüber hinaus bieten Webinar-Plattformen die Flexibilität, Lerninhalte aufzunehmen und zu archivieren, sodass Mitarbeiter die Informationen bei Bedarf auffrischen können. Dies ist besonders wertvoll, wenn man bedenkt, dass Wiederholung ein Schlüsselelement beim Langzeitlernen ist. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Inhalte weltweit zu verbreiten, was besonders für global agierende Unternehmen von Bedeutung ist und die Konsistenz der Schulungsinhalte über verschiedene Standorte hinweg sicherstellt.

Ein entscheidender Aspekt für das Lern-Management ist jedoch die Auswahl der richtigen Webinar-Plattform. Diese sollte nicht nur benutzerfreundlich und technisch zuverlässig sein, sondern auch Funktionen bieten, die speziell auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und Ihrer Mitarbeiter zugeschnitten sind. Die Integration in bestehende Lern-Management-Systeme (LMS) und die Möglichkeit, Lernpfade zu erstellen und zu verfolgen, sind ebenfalls wichtige Faktoren, die berücksichtigt werden sollten.

Es ist wichtig, dass HR-Teams die Mitarbeiter im Umgang mit der Plattform schulen und best practices für die Nutzung digitaler Lernwerkzeuge vermitteln. Eine sorgfältige Planung und Durchführung von Webinaren ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Teilnehmer nicht nur Informationen aufnehmen, sondern diese auch in die Praxis umsetzen können. Dies erfordert eine klare Strukturierung der Inhalte, die Einbindung von Experten und die Anpassung der Schulungen an die spezifischen Anforderungen der Mitarbeiter.

Durch die Implementierung einer effektiven Webinar-Plattform können HR-Teams nicht nur die Effizienz der Weiterbildung steigern, sondern auch die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit verbessern. Mitarbeiter, die das Gefühl haben, dass in ihre Entwicklung investiert wird und die die Möglichkeit haben, sich aktiv an ihrer eigenen Weiterbildung zu beteiligen, sind motivierter und engagierter. Dies führt zu einer leistungsfähigeren Belegschaft und letztendlich zu einem wettbewerbsfähigeren Unternehmen

Performance Support Systeme

Performance Support Systeme sind ein entscheidender Bestandteil eines modernen Lern-Management-Ansatzes. Diese Systeme bieten den Mitarbeitern im Moment des Bedarfs unterstützende Informationen und Werkzeuge, die sie bei der Ausführung ihrer Aufgaben benötigen. Dadurch wird das Gelernte unmittelbar in die Praxis umgesetzt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dieses Wissen langfristig behalten und angewandt wird.

Ein Performance Support System kann verschiedene Formen annehmen, von einfachen Checklisten und Prozessanleitungen bis hin zu umfassenden Online-Hilfe-Plattformen, die Videos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und FAQ-Bereiche umfassen. Diese Ressourcen sind so konzipiert, dass sie leicht zugänglich und einfach zu verwenden sind, was die Effizienz am Arbeitsplatz steigert und gleichzeitig den Lernprozess unterstützt.

Die Implementierung dieser Systeme beginnt mit einer gründlichen Analyse der Arbeitsprozesse und der Identifizierung von Bereichen, in denen Mitarbeiter Unterstützung benötigen könnten. Daraufhin werden Inhalte maßgeschneidert und in das Support System integriert. Der Schlüssel hierbei ist die Relevanz: Die bereitgestellten Informationen und Tools müssen genau auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der Mitarbeiter im Arbeitsalltag abgestimmt sein.

Mit einem Performance Support System können Mitarbeiter ihr Wissen auffrischen und sich weiterbilden, ohne dass sie ihre Arbeit unterbrechen oder an langen Schulungssitzungen teilnehmen müssen. Dies fördert ein Umfeld des kontinuierlichen Lernens und ermöglicht es den Mitarbeitern, ihr Fachwissen ständig zu erweitern und zu vertiefen. Durch die Bereitstellung von sofort verfügbaren Informationen können Fehler vermieden und die Qualität der Arbeit verbessert werden, was letztlich die Kundenzufriedenheit und den Geschäftserfolg steigert.

Ein weiterer Vorteil von Performance Support Systemen ist ihre Fähigkeit, Daten zu sammeln und zu analysieren. Dies ermöglicht es HR-Teams, Einblicke in die Nutzungsmuster zu gewinnen und die Wirksamkeit von Schulungsmaßnahmen zu bewerten. Basierend auf diesen Erkenntnissen können sie die Inhalte und Ressourcen anpassen, um den Lernerfolg weiter zu optimieren.

Um jedoch maximale Wirkung zu erzielen, müssen Performance Support Systeme in die Gesamtstrategie des Lern-Managements integriert und als Teil einer lernfördernden Unternehmenskultur angesehen werden. HR-Teams sollten eng mit den Abteilungsleitern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Systeme die Arbeitsabläufe unterstützen und nicht stören. Darüber hinaus muss das System regelmäßig aktualisiert und verbessert werden, um mit den sich ändernden Anforderungen des Unternehmens Schritt zu halten.

Performance Support Systeme sind somit ein mächtiges Werkzeug, um Scrap Learning zu reduzieren und das Lern-Management zu verbessern. Sie stellen sicher, dass Weiterbildungsinvestitionen maximale Renditen erzielen, indem sie den Transfer von Lerninhalten in den Arbeitsalltag fördern und die Mitarbeiter bei der Anwendung ihres Wissens unterstützen.

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Die Förderung einer positiven Lernkultur

Eine positive Lernkultur ist das Fundament, auf dem effektives Lern-Management und die langfristige Kompetenzentwicklung aufbauen. In einer solchen Kultur sind Fehler nicht nur erlaubt, sondern werden als Gelegenheiten zum Lernen und zur Verbesserung gesehen. Dies ermutigt Mitarbeiter, neue Herausforderungen anzunehmen und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erweitern, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu haben.

Der erste Schritt in Richtung einer positiven Lernkultur ist, das Verständnis dafür zu schaffen, dass Lernen ein kontinuierlicher Prozess ist, der über formale Schulungen hinausgeht. Unternehmen müssen eine Umgebung schaffen, in der Mitarbeiter ermutigt werden, Wissen zu teilen, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Ein solches Umfeld fördert nicht nur die persönliche Entwicklung, sondern verbessert auch die Teamdynamik und die Gesamtproduktivität.

HR-Teams und Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung einer Lernkultur. Sie müssen klare Erwartungen kommunizieren, Ressourcen bereitstellen und Belohnungen für Mitarbeiter setzen, die aktiv zum Lernprozess beitragen. Durch die Anerkennung und Würdigung von Bemühungen, neue Fähigkeiten zu erlernen oder vorhandenes Wissen zu teilen, werden Mitarbeiter motiviert, sich weiterzubilden und das Gelernte anzuwenden.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Lern- und Entwicklungsprogramme mit den strategischen Zielen des Unternehmens abgestimmt sind. Dies stellt sicher, dass Mitarbeiter die Fähigkeiten entwickeln, die für den Erfolg des Unternehmens entscheidend sind, und dass die Weiterbildungsinvestitionen die gewünschten Ergebnisse liefern. Lerninitiativen sollten daher sorgfältig geplant und an den Bedürfnissen des Unternehmens orientiert sein, um sicherzustellen, dass sie relevant und wirkungsvoll sind.

Die Förderung einer positiven Lernkultur erfordert auch eine gewisse Flexibilität von Seiten des Managements. Veränderungen in Prozessen und Praktiken sollten als Teil des Lernprozesses akzeptiert werden, und Mitarbeiter sollten ermutigt werden, neue Ideen und Ansätze auszuprobieren. Dies kann zu Beginn zu Herausforderungen führen, aber langfristig führt es zu einer stärkeren Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft des Unternehmens.

Schließlich sollten Unternehmen sicherstellen, dass ihre Lern- und Entwicklungsprogramme inklusiv sind und alle Mitarbeiter unabhängig von ihrer Position oder ihrem Hintergrund ansprechen. Durch Inklusion und Diversität in Lerninitiativen wird eine breitere Perspektive gefördert und es wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Eine positive Lernkultur ist mehr als nur eine Reihe von Initiativen; sie ist eine Einstellung, die das gesamte Unternehmen durchdringen muss. Sie basiert auf dem Verständnis, dass das größte Kapital eines Unternehmens seine Mitarbeiter sind, und dass Investitionen in ihre Entwicklung direkte Auswirkungen auf die Leistung und den Erfolg des Unternehmens haben. Indem HR-Teams und die Führungsebene eine Umgebung schaffen, in der Lernen geschätzt und gefördert wird, können sie Scrap Learning signifikant reduzieren und eine Belegschaft aufbauen, die für zukünftige Herausforderungen gerüstet ist.

Ein strategisches Lern-Management, das Scrap Learning aktiv entgegenwirkt, ist nicht nur eine Investition in die Mitarbeiter, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Indem Sie als HR-Team oder Direktor die richtigen Lernplattformen auswählen und eine Kultur des Lernens und Wachstums fördern, sichern Sie sich einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um die besten Talente und stellen sicher, dass Ihre Mitarbeiter ihr volles Potenzial entfalten können. Setzen Sie noch heute den ersten Schritt und revolutionieren Sie Ihr Lern-Management, um Ihre Geschäftsziele und HR-Objektive im Einklang zu erreichen.

 

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