Im wettbewerbsintensiven Umfeld Talente gewinnen und binden

Zurück zu den Artikeln

Talentmanagement

15 March 2023

3 min

Für das Personalmanagement war das Jahr 2022 besonders herausfordernd. Ob „große Resignation“, „Quiet Quitting“ oder der „Wettlauf um Talente“: Die Regeln, nach denen Recruiting funktioniert, haben sich fundamental verändert. Wie gehen Unternehmen mit diesen neuen Anforderungen der Arbeitnehmenden in Bezug auf Telearbeit oder Work-Life-Balance um? Wie können Einstellungsprozesse so optimiert werden, dass Kosten gesenkt und gleichzeitig jene komplexen Herausforderungen gelöst werden, vor denen das Recruiting heute steht?

Erfolgreiches Recruiting beginnt mit perfektem Onboarding

Allzu oft übersehen Arbeitgeber in diesem Kontext immer noch das Onboarding. Aber gerade diese Startphase stellt bei der Integration neuer Mitarbeitender einen zentralen Baustein dar, der im Hinblick auf deren zukünftige Motivation ganz entscheidend ist. Damit Recruiting zu einer dauerhaften und für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit führt, ist es deshalb besonders wichtig, den Onboarding-Prozess in eine motivierende Erfahrung zu verwandeln, die sich für neue Mitarbeitende lohnt. Dazu empfiehlt es sich, das Onboarding in die folgenden fünf Schritte zu unterteilen:

  1. Das Pre-Boarding: Es entspricht dem Zeitraum zwischen der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags und dem ersten Arbeitstag. Sind Kandidaten in dieser Frühphase zum Beispiel nicht exakt über die vertraglichen Rahmenbedingungen informiert, kann dies zu Reaktionen wie Stress oder Enttäuschung führen. Und das mündet bereits vor dem Arbeitsantritt in eine negative Employee Experience, die in vielen dieser Fälle zu Lasten der Produktivität geht.
  2. Der erste Tag: Mitarbeitende lernen Vorgesetzte, Kollegen und ihren Arbeitsplatz kennen und erhalten ein individuelles Willkommenspaket.

Was sollte ein Willkommenspaket enthalten?

  • Praktische Informationen über das Unternehmen und zur Organisation des täglichen Arbeitsprozesses;
  • Büroartikel in den Farben des Unternehmens, darunter etwa Notizbücher, Stifte oder USB-Sticks;
  • Individuelle Aufmerksamkeiten, die das Zugehörigkeitsgefühl fördern, darunter zum Beispiel Tragetaschen, Kleidung oder eine Wasserflasche.
  1. Die Beziehung zur Führungskraft: Je intensiver und häufiger der Austausch, desto mehr fühlt sich der Neuankömmling wertgeschätzt.
  2. Integration ins Team: Um die Integration in das Team so schnell wie möglich zu vollziehen, sind gerade im ersten Monat nach der Vertragsunterzeichnung persönliche Treffen unerlässlich. Aber auch Workshops und Gelegenheiten zum informellen Austausch tragen zur Entwicklung des Teamgeistes bei.
  3. Follow-ups: Ein wöchentliches Gespräch sowie ein formeller Feedback-Bericht nach einem Monat stellen sicher, dass Mitarbeitende ihre Erfahrungen mit der Personalabteilung und den Vorgesetzten teilen und die Integration erfolgreich verläuft.

e-Book: Wie Sie den Onboarding-Prozess in ein echtes Erlebnis verwandeln

 

Gutes Recruiting ist nachhaltiges Recruiting

Auch das Recruiting verursacht Kosten. Aus diesem Grund ist es entscheidend, dass es einen positiven ROI erzielt und einen nachhaltigen Beitrag zum Unternehmensergebnis liefert. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich insbesondere während der letzten Jahren die Qualität des Arbeitslebens zu einem zentralen Instrument einer jeden Strategie zur Mitarbeiterbindung. Gerade in diesem Bereich haben sich die Erwartungen der Arbeitnehmer erheblich verändert. Sie umfassen:

  • Angenehme, freundliche, produktivitätsfördernde Arbeitsplätze;
  • Gesunde hierarchische Beziehungen und eine positive Teamatmosphäre;
  • Arbeitsbedingungen, die mit regelmäßiger körperlicher Betätigung, gesunder Ernährung und erholsamem Schlaf vereinbar sind;
  • Ausreichende Aufmerksamkeit und Informationen durch Arbeitgebende, aber auch relative Autonomie für Arbeitnehmende bei der Bewältigung ihrer Aufgaben.

Ein Recruiting, das sich an diesem wertebasierten Handlungsrahmen orientiert, leistet einen nachhaltigen Beitrag zu einem positiven ROI, der sich langfristig im Unternehmensergebnis niederschlägt.

 

Aus- und Weiterbildungsprogramm verbessert Employer Branding

Bevor sich zukünftige Talente in einem Unternehmen vorstellen, müssen sie wissen, welche Karrieremöglichkeiten dort existieren und wie bzw. ob diese für sie zugänglich sind. Aus diesem Grund liefert das Aus- und Weiterbildungsangebot überzeugende Argumente, um zukünftige Talente zu gewinnen. Die Entwicklung eines entsprechenden Programms, das sowohl den Erwartungen der Kandidaten als auch der Mitarbeitenden entspricht und mit individuellen Karriereplänen harmoniert, verbessert nicht nur das Employer Branding, sondern maximiert durch die Aussicht auf Kompetenzerweiterung auch das Engagement der Talente.

Eine solche Strategie zahlt sich insbesondere dann aus, wenn angesichts des Fach- und Arbeitskräftemangels vorhandene Talente gehalten werden sollen. Erfahren Sie hier, wie Sie Talente durch Qualifizierung und Umschulung binden und fördern.

 

ALLE TIPS, UM RECRUITING-KOSTEN ZU SENKEN UND HR-PROZESSE ZU OPTIMIEREN